Zu Gast bei den Profis: Lions Club Koblenz Rhein-Mosel auf der Feuerwache 1

Eine stattliche Runde Lionsfreunde mit Damen wurde am Abend des 11. Mai 2026 in den Räumen der Feuerwache 1 in Koblenz von einem alten Bekannten empfangen: Olav Kullak – im Hauptberuf bei der Berufsfeuerwehr Koblenz, vielen aber auch als Zugmarschall im Koblenzer Karneval ein Begriff.

Den Auftakt machte allerdings nicht Olav, sondern die Polizei: Mit ordentlichem Getöse setzte ein Polizeihubschrauber vom Typ Airbus H145 im Innenhof zur Landung an – eine kleine, ungeplante Showeinlage, die für staunende Gesichter und ein paar zugehaltene Ohren sorgte. Ein passenderer Programmstart für einen Abend bei den Profis der Gefahrenabwehr lässt sich kaum denken.

Theorie mit Aha-Effekt

Kurzweilig und kompetent führte Olav uns anschließend in die Arbeit der Feuerwache ein. Wir erfuhren, was zu den gesetzlichen Pflichtaufgaben einer Berufsfeuerwehr gehört – und vor allem, welche Schutzziele für die Stadt Koblenz gelten:

  • 10 Minuten nach Alarmierung müssen die ersten Kräfte vor Ort sein,
  • 15 Minuten für den zweiten Abmarsch (hier kommt die Freiwillige Feuerwehr ins Spiel),
  • 25 Minuten für den Nachschub.

Klingt erstmal abstrakt, ist im Ernstfall aber genau der Unterschied zwischen einem beherrschbaren Zwischenfall und einer Katastrophe. Hinter diesen Zahlen stehen in Koblenz 167 Feuerwehrbeamte, verteilt auf drei Feuerwachen – ergänzt durch die ehrenamtlichen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren in den Stadtteilen.

Von der Theorie ans Gerät

Nach dem theoretischen Teil ging es raus in die Fahrzeughalle und auf den Hof. Und dort wurde der Abend richtig anschaulich:

  • Die große Magirus-Drehleiter wurde ausgefahren – wer schon einmal direkt unter so einem voll ausgezogenen Leiterpark gestanden hat, weiß, wie beeindruckend das aus der Nähe ist.
  • Im Innenhof gab es eine Schaumübung, bei der zwei Trupps eindrucksvoll demonstrierten, wie schnell sich ein Hofstück in eine weiße Landschaft verwandeln lässt.
  • Wir konnten die Einsatzleitstelle besichtigen, einen Blick in ein modernes Einsatzleitfahrzeug werfen und die liebevoll sortierten Geräteräume eines Löschfahrzeugs bestaunen – vom Schaummittel über die Tauchpumpe bis zu den fein beschrifteten Werkzeugkoffern für Metall, Schornstein und Elektro.
  • Auch ein Blick auf die persönliche Schutzausrüstung der Kollegen war dabei: Spinde mit Einsatzjacken, Helmen, Handschuhen und den unvermeidlichen HAIX-Stiefeln, bereit für den nächsten Alarm.

Danke!

Ein herzliches Dankeschön an Olav Kullak und das gesamte Team der Berufsfeuerwehr Koblenz für die Gastfreundschaft, die Geduld bei unseren vielen Fragen und einen ausgesprochen informativen und kurzweiligen Abend. Wir haben großen Respekt mitgenommen – und ein klares Bild davon, wem wir vertrauen, wenn es einmal wirklich darauf ankommt.